Voyeur

Lauernde Beobachter. Wachsame Geheimnishüter. Stumme Spitzel. Wer oder was verbirgt sich hinter den schmalen, dunklen Fensterschlitzen, die wie leere Augenhöhlen dennoch die Umgebung ausspähen?

Unwillkürlich wächst beim Betrachter ein Gefühl der Beklommenheit, gar drohender Gefahr. Die zweidimensionalen Hochsitze, flachen Bühnenrequisiten eines Theaters gleichend, geben ihr verstörendes Geheimnis nicht preis. Sie schweigen, unbeweglich ausharrend auf ihren stelzenartig verwinkelten, starren hölzernen Beinen. Rötliches Licht aus dem Hintergrund taucht sie in ein so unerklärliches wie bedrohliches Leuchten. Wird auf diesen Kanzeln gerade ein seelenloses, ein unbarmherziges Urteil gefällt über Leben und Tod?

Das Gefühl der Verunsicherung und auch die mit leisem Schaudern durchwobene eigenartige Faszination finden ihre Fortsetzung im Jägergeschirr.

Voyeur

Voyeur | Wandinstallation | je 13x18 cm | Anzahl und Hängung variabel

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Das Jägergeschirr

Verblüffende Geschirr- und Besteckteile, aus Hasendraht geformt und gänzlich oder auch nur in Teilen mit künstlichem Pelz überzogen – ästhetisch ansprechend trotz ihrer bewusst leicht abstoßenden Wirkung. Doch: Diese rätselhaften Gebrauchsgegenstände sind ihrer ursprünglichen Funktion völlig enthoben. Kostbarer Pelz als Accessoire weckt von jeher Begehren, hier aber führt seine Verwendung – ebenso wie das filigrane löchrige Drahtgeflecht – ins Absurde.

Eindrucksvoll zeigt das Werk den Widerspruch auf zwischen vermeintlicher Ess-Kultur und inszenierter Natur. Verstärkt wird diese feine Ironie durch die Wahl des Materials Kunstpelz.

Das Jägergeschirr

Das Jägergeschirr | Installation im öffentlichen Raum | Hasendraht und Kunstpelz

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Säule der Freiheit

Freischwimmer

Freischwimmer | freischwebende Installation

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Fenster zum Hof